Nachdem man einige Jahre an der Universität war und im Studium sicherlich mit wenig Geld auskommen musste, wird es Zeit auch Geld zu verdienen. Ohne das Referendariat kann man mittlerweile zwar in dem ein oder anderen Bundesland als Lehrkraft arbeiten, mit Referendariat ist dies aber sicherlich nachhaltiger und besser entlohnt.

Besoldungsstufen im Vorbereitungsdienst

Leider musst du wissen, dass man mit dem Gehalt im Referendariat auch keine Berge versetzen kann. Grob gesagt erhält man ungefähr ein Drittel vom späteren Lohn. Dies nennt sich für Beamtinnen und Beamte übrigens Besoldung. Die Höhe der Besoldung richtet sich dabei nach der künftigen Eingangsbesoldung. Dabei gibt es Unterschiede in der Bezahlung von Grundschullehrerinnen und -lehrer, Sekundarschule I Lehrerinnen und Lehrer und Gymnasiallehrerinnen und -lehrern. Die meisten bewegen sich später zwischen A12 und A13. An den Grundschulen wird meist das leicht niedrigere A12 bezahlt, an Schulen der Sekundarstufe I wie Realschulen, Mittelschulen etc. A13. Die Lehrkräfte am Gymnasium erhalten auch A13, im Referendariat erhält man aber einen Zuschlag.

Die Besoldungen im Referendariat werden als Anwärterbezüge bezeichnet und und sind in allen Tabellen und Rechnern unter dem Kürzel AW zu finden. Deshalb wirst du in deinem Vorbereitungsdienst zwischen AW12 bis AW13 Z (mit Zulage für Gymnasiallehrkräfte) besoldet werden. Die Höhe kann dabei von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein. Baden-Württemberg und Bayern gehören beispielsweise zu den Spitzenbezahlern. In Berlin oder Bremen zum Beispiel weniger.

Ungerechtigkeiten und Unterschiede der Besoldung

Es gibt aber auch Bundesländer in denen man gleich besoldet wird, egal ob an der Grundschule, an der Realschule oder am Gymnasium. Diese Unterschiede stehen sowieso immer wieder zur Debatte, da die Rechtfertigung für einen Unterschied sehr schwierig ist. Früher konnte man mit unterschiedlich langen Studienzeiten argumentieren, heutzutage finden wir in nahezu jedem Bundesland den Bachelor of Education und den Master of Education – vollkommen egal für welche Schulform. Damit ist der Unterschied weg. Dagegen halten kann man sicherlich, dass Unterricht am Gymnasium in der Vorbereitung und Korrektur von Klassenarbeiten zeitintensiver ist. An anderen Schulformen wie zum Beispiel der Grundschule ist aber auch das Wochendeputat höher. Im Grunde genommen hat jedes einzelne Lehramt und jede einzelne Schulform einige Herausforderungen zu bieten. Einen Unterschied im Gehalt rechtfertigt das aber zunehmends nicht mehr. Das ist aber Aufgabe der Politik hier für Einheitlichkeit zu sorgen.

Jedes Bundesland macht seine eigenen „Gesetze“

Wenn du nun konkret wissen willst, wie viel Geld dir im Referendariat zur Verfügung steht, dann musst du dich speziell für dein Bundesland informieren. Gleichzeitig hängt deine Besoldung auch noch von der familiären Situation ab. So kann eine Referendarin/ein Referendar mit Kind(ern) und Eheparter/in einen Familienzuschlag erhalten, der das Gehalt erhöht.

Wie finde ich heraus, wie viel ich verdiene?

Wenn du rausfinden möchtest wie deine künftige Besoldung im Referendariat und danach aussieht, dann kannst du dich auf der Webseite Öffentlicher-Dienst.info darüber erkundigen. Hier stehen Auswahlmöglichkeiten für jedes Bundesland zur Verfügung, sowohl in Tabellenform als auch mit dem praktischen Rechner. Dieser zeigt sehr verlässlich auch das jeweilige Monats- und Jahresnetto vom Brutto an und listet die Steuerabzüge auf. Klick dich bei den Kolleginnen und Kollegen der Seite einfach mal durch. Man findet auch einige weitere Infos über die Familienzulagen, das spätere Gehalt im Beamtentum und Angestelltenverhältnis oder kann herausfinden, ob man lieber in Bayern oder Berlin beschäftigt sein will (zumindest wenn die Besoldung eine wichtige Entscheidungshilfe ist).

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